DEKRA zertifizierter Sachverständiger für Schimmelgutachten
Wertgutachten | Beratung | Schimmelgutachten
Das Sachverständigen- und Ingenieurbüro Schorndorfer ist auf Feuchtigkeit und Schimmelbefall spezialisiert. Bei Schimmel in Wohnräumen gilt es keine Kompromisse zu machen.
Ihr Schimmelexperte von A Analyse bis Z Zustandswiederherstellung
Begehung der Räumlichkeiten mit bauphysikalischem und mikrobiologischem Sachverstand
Dies geschieht mit Hilfe bauphysikalischer und raumklimatischer Untersuchungen
Hier wird auch die Wirkung auf andere Räume ermittelt
Dokumentation der Ursachen und des Ausmaßes in einem Begehungsprotokoll mit Handlungsempfehlungen
Vor allem die Auswirkungen auf die Gesundheit stehen hier im Vordergrund
Bei Bedarf: Sanierungsempfehlungen mit bewährten Fachfirmen und nachhaltigen Maßnahmen zur dauerhaften Schimmelbeseitigung
Bei Bedarf: Erstellung gerichtsfester Schimmelgutachten
Bei Bedarf: Entnahme von Material- oder Luftproben und Laborprüfung, Nachweis des Schimmel und Einstufung der Gesundheitsgefährdung, Luftkeimsammlungen, MVOC Messungen oder bei nicht sicht- und messbarem Befall Einsatz von Schimmelspürhunden
zielgenau – beweissicher – pro Gesundheit
Schimmelgutachten sind immer dann notwendig, wenn Sie die Gründe und Auswirkungen gegenüber Dritten nachweisen müssen
Schimmelberatung und Beseitigung in Heilbronn
Schimmelgutachten in Neckarsulm
Schimmelberatung und Beseitigung in Öhringen
Schimmelgutachten in Stuttgart
Schimmelgutachten in Möckmühl
Schimmelgutachten in Mosbach
Bei Bedarf helfen wir Ihnen bei der Schimmelbeseitigung
Durch unsere langjährige Tätigkeit haben wir mittlerweile ein exzellentes Partnernetzwerk mit zertifizierten Fachfirmen zur Schimmelpilzbeseitigung (hier sollten keine Kompromisse gemacht werden)
Der Ablauf einer Schimmelsanierung ist meistens der folgende:
Kompetent. DEKRA-Zertifziert. TÜV-Zertfiziert. Know-How trifft Engagement und Leidenschaft
Bei Wohnungen, Häusern und Neubauprojekten häufen sich Schimmelpilzbefälle an Wänden, Decken, Böden sowie Fenstern. Diese Problematik führt oft zu Unsicherheiten bei Mietern, Eigentümern und Gerichten, insbesondere wenn es um die Einschätzung des Schimmelpilzbefalls sowie gesundheitliche Aspekte geht. Häufig stellt sich die Frage nach der Ursache, ob es auf das Heiz- und Lüftungsverhalten zurückzuführen ist oder ob Baumängel bzw. Bauschäden verantwortlich sind.
Viele unserer Kunden suchen oft erst im Internet nach Informationen, was zu Orientierungslosigkeit und falschen Annahmen führen kann.
Es stellt sich die Frage, wie man seriöse von unseriösen Schimmelberater, Schimmelgutachter und Fachfirmen zur Schimmelbeseitigung unterscheiden kann und wer unabhängig und frei von wirtschaftlichen Interessen handelt.
Mit Fachkenntnissen aus zahlreichen Weiterbildungen, jahrelanger Praxis und mit modernen Technologien ausgestattet, bieten wir Ihnen eine effektive und nachhaltige Lösung für Ihr Schimmelproblem. Als unabhängige Sachverständige verkaufen wir keine Produkte und können im Bedarfsfall seriöse Fachbetriebe zur Sanierung von Feuchtigkeitsschäden empfehlen.
Wir stehen Ihnen in den Regionen Heilbronn, Ludwigsburg, Möckmühl, Stuttgart, Öhringen, Eppingen, Sinsheim, Mosbach, Karlsruhe, Mannheim und auch darüber hinaus zur Verfügung. Wir sind mit unseren Fachkenntnissen und modernen Technologien ausgestattet, um Ihnen eine effektive und nachhaltige Lösung für Ihr Schimmelproblem zu bieten.
Schimmel ist ein Begriff, der verwendet wird, um verschiedene Arten von Pilzen zu beschreiben, die oft auf feuchten oder schlecht belüfteten Oberflächen wie Lebensmitteln, Papier, Textilien oder Wänden wachsen können. Sie können als Flecken oder Beläge mit unterschiedlichen Farben wie grün, blau, weiß oder schwarz sichtbar sein. Schimmel kann gesundheitliche Probleme verursachen, insbesondere wenn er eingeatmet wird, und es ist wichtig, ihn schnell zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Insgesamt ist Schimmel etwas, das man nicht in seiner Wohnung oder auf seinen Lebensmitteln haben möchte. Schimmel ist nicht nur unansehnlich ist, sondern bringt auch potenzielle Gesundheitsprobleme mit sich.
Schimmel bezeichnet das Wachstum von Mikroorganismen, insbesondere Schimmelpilzen, Hefen und Bakterien, an Inventar, in Wänden und anderen Bauteilen. Der Befall durch Schimmel kann zu gesundheitlichen Problemen führen und sollte daher vermieden werden.
Schimmelpilze gelten als Leitorganismen bei der Identifizierung von Schimmelbefall.
Schimmel ist nicht immer sichtbar und sollte früh erkannte und durch professionelle Unterstützung beseitigt werden.
Unsichtbarer Schimmel ist Schimmel, der nicht auf sichtbaren Oberflächen wächst, sondern sich hinter Wänden, unter Böden oder in anderen versteckten Bereichen entwickelt. Auch wenn unsichtbarer Schimmel nicht sichtbar ist, kann er immer noch gesundheitliche Probleme verursachen, wenn er eingeatmet wird. Es ist wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um unsichtbaren Schimmel zu erkennen und zu entfernen, um die Gesundheit und Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Ein Schimmelgutachter in Ihrer Region hilft Ihnen die Ursache zu erkennen und gibt wertvolle Tipps und Empfehlungen den Schimmel langfristig zu beseitigen. Das DEKRA-Zertifizierte Ingenieurbüro Schorndorfer steht Ihnen in Heilbronn, Stuttgart, Öhringen, Mosbach, Ludwigsburg, Karlsruhe, Mannheim und auch überregional als kompetenter Partner zur Seite.

Schimmelpilze bilden Zellfäden namens Hyphen oder Myzel in der Wachstumsphase. Diese sind oft weißlich und mit bloßem Auge kaum sichtbar. Zur Vermehrung bilden sie asexuelle und manchmal sexuelle Verbreitungsorgane, die als Sporen zusammengefasst werden. Asexuelle Sporen sind oft farbig und in großer Zahl produziert, was Schimmelpilzbefall als Schimmelflecken sichtbar macht. Die meisten Schimmelpilzsporen haben einen Durchmesser von unter 10 μm und sind einatembar. Sie können in der Luft schweben und mit dem Wind transportiert werden.
Schimmelpilze gehören zur natürlichen Umgebung, aber wenn sie in Innenräumen wachsen, kann dies zu einer ungesunden Konzentration führen.
Die Konzentration von Schimmelpilzen in der Außenluft schwankt stark und sollte bei der Bewertung der Luftqualität in Innenräumen berücksichtigt werden. Wenn Sie Anzeichen von Schimmelwachstum in Ihrem Zuhause bemerken, sollten Sie schnell handeln und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um eine potenzielle Gesundheitsgefahr zu vermeiden.
Schimmelpilze in Innenräumen können aus verschiedenen Quellen stammen. Sie gelangen entweder durch Lüftung aus der Außenluft oder wachsen auf feuchten Materialien im Innenraum. Ein Schimmelbefall stellt ein hygienisches Problem dar, da manche Schimmelpilzarten in Gebäuden vorkommen, aber nicht in der natürlichen Umgebung. Es ist sehr wichtig die Pilzart zu kennen, hierfür führen wir bei Bedarf Laboruntersuchungen durch und beraten Sie rund um die Schimmelbeseitigung. So ist bsow. bei erhöhter Konzentration von Feuchteindikatoren wie Aspergillus versicolor und Pilzarten der Gattung Chaetomium in der Raumluft wahrscheinlich Materialfeuchte die Ursache.
Schimmelpilze sind ständig auf der Suche nach Nährstoffen und Feuchtigkeit und sie werden in nahezu jedem Gebäude fündig. Sobald sie eine Feuchtigkeitsquelle gefunden haben, beginnen sie sich auszubreiten und können sich in einem weiten Temperatur- und pH-Bereich entwickeln. In der Praxis haben wir als Sachverständige für die Schimmelbewertung- und Schimmelbeseitigung die folgenden Erfahrungen gemacht, welche sich mit der Fachliteratur und den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen decken: Die Geschwindigkeit ihres Wachstums hängt von den vorhandenen Nährstoffen, der Feuchtigkeit, der Temperatur und dem pH-Wert ab.
1 Faktor für Schimmelwachstum: Feuchtigkeit
Feuchtigkeit ist ein wichtiger Faktor für das Wachstum von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen auf Materialoberflächen. Der Feuchtigkeitsgehalt wird durch den so genannten aw-Wert beschrieben, der den relativen Anteil an Feuchtigkeit an der Materialoberfläche angibt. Die Messung und Berechnung des aw-Wertes stellt eine der Aufgaben unseres Sachverständigenbüros für Schimmelbewertung dar. In den vergangenen Jahren haben wir in Heilbronn, Öhringen, Mosbach, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und auch überregional mehrere hundert Kunden bei der Aufdeckung und Beseitigung der Schimmelursachen betreut und weitergeholfen.
Schimmelpilze nehmen Wasser aus der Umgebung auf, und können auch in das Baumaterial eindringen, um Wasser aufzunehmen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 65% bis 80% an der Materialoberfläche kann ausreichen, um Schimmelpilzwachstum zu fördern, insbesondere wenn es zu Kondensation kommt. Jede Pilzspezies hat ihren eigenen Feuchtigkeitsbereich, in dem sie optimal wächst. Schimmelpilze können in der Regel in trockeneren Bereichen wachsen als Bakterien, die mehr Feuchtigkeit benötigen.
2 Faktor für Schimmelwachstum: Temperatur
Die Temperatur hat einen großen Einfluss auf das Wachstum von Schimmelpilzen. Schimmelpilze bevorzugen unterschiedliche Temperaturbereiche, je nach Art und Stoffwechselleistung. Pilzarten, die bei mittleren Temperaturen am besten wachsen, werden als mesophil bezeichnet. Thermotolerante Pilze können auch bei höheren Temperaturen wachsen, während thermophile Pilze Temperaturen oberhalb des normalen Temperaturbereichs bevorzugen. In unseren Breiten finden sich am ehesten mesophile Schimmelpilze, während thermophile Pilze nur in Ausnahmefällen vorkommen. Wenn die Raumtemperatur und Feuchtigkeit in einem Bereich liegen, der das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigt, können sich Schimmelpilze schnell verbreiten und Gesundheitsprobleme verursachen.
3 Faktor für Schimmelwachstum: Nährstoffe
Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Schimmelwachstum, da Schimmelpilze wie alle Lebewesen bestimmte Nährstoffe benötigen, um zu wachsen und sich zu vermehren. Die meisten Schimmelpilze ernähren sich von organischen Materialien wie Holz, Papier, Tapetenkleister, Stoffen, Lebensmitteln und anderen biologischen Abfällen. Wenn diese Materialien ausreichend Feuchtigkeit und die richtigen Nährstoffe enthalten, können Schimmelpilze auf ihnen wachsen und sich vermehren. Schimmelpilze benötigen Kohlenhydrate, Proteine, Fette und andere Nährstoffe, um zu wachsen.
Die Verfügbarkeit von Nährstoffen kann das Wachstum von Schimmelpilzen fördern oder einschränken. In Innenräumen können zum Beispiel Staub, Hautschuppen und andere organische Materialien als Nährstoffquelle dienen und Schimmelwachstum begünstigen, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist.
4 Faktor für Schimmelwachstum: ph-Wert
Der pH-Wert (der Säuregrad) hat einen Einfluss auf das Schimmelwachstum, da Schimmelpilze unterschiedliche pH-Bereiche bevorzugen. Einige Schimmelarten bevorzugen einen saureren pH-Wert (unter 5,5), während andere eher einen alkalischen pH-Wert (über 7) bevorzugen. Einige Schimmelarten können auch bei einem neutralen pH-Wert (rund 7) wachsen.
Wenn der pH-Wert von einem Material, auf dem Schimmel wächst, sich ändert (z.B. durch Reinigungsmittel oder andere Substanzen), kann das Schimmelwachstum gehemmt oder begünstigt werden, je nachdem ob der pH-Wert in den bevorzugten Bereich der Schimmelart verschoben wird oder nicht.
Schimmel wächst und breitet sich nur dann aus, wenn es genügend Nährstoffe im Material gibt und die Luftfeuchtigkeit und Temperaturen optimal sind. Unterschiedliche Materialien benötigen dabei unterschiedlich lange Zeiträume, um von Schimmelpilzen befallen zu werden. Wir als Schimmelgutachter können Isoplethensysteme entwickeln, die anhand von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Nährstoffgehalt die Wahrscheinlichkeit eines Schimmelbefalls simulieren.
Um Schimmelbefall zu vermeiden, ist es wichtig, die Feuchtigkeit im Material oder auf seiner Oberfläche zu reduzieren. Bei der Sanierung von mit Schimmel befallenen Wohnungen ist es wichtig, die Ursachen für die erhöhte Feuchte zu finden und zu beseitigen, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten.

Grundsätzlich müssen bei Schimmelbefall verschiedene Einflussfaktoren differenziert betrachtet werden. Zum einen spielen bauliche Faktoren wie eine mangelhafte Wärmedämmung, Wärmebrücken, schlechte Feuchtepufferung von Materialien, schadhafte wasserdurchlässige Stellen in der Gebäudehülle, Leckagen, Neubaufeuchte und aufsteigende Feuchte durch unzureichende Abdichtung gegenüber dem Erdreich eine Rolle.
Zum anderen können auch nutzungsbedingte Faktoren wie unzureichendes oder unsachgemäßes Heizen und Lüften sowie sonstige Faktoren wie Wassereintritt durch Havarien oder Hochwasser zu Feuchteschäden führen. Oftmals ist eine ungünstige Kombination mehrerer Einflussfaktoren für das Auftreten von Feuchteschäden verantwortlich.
Um die zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen, ist es essentiell, den Zusammenhang zwischen der Oberflächentemperatur und der Oberflächenfeuchte in Abhängigkeit von raumluftklimatischen Bedingungen zu kennen. Für die Beurteilung der Ursachen von Feuchteschäden und Schimmelbefall ist es unerlässlich, die Raumklimasituation durch eine fachgerechte Bestimmung der Oberflächentemperatur und der Oberflächenfeuchte zu erfassen. Hierfür steht Ihnen unser Ingenieurbüro als ein professioneller Schimmelgutachter und zur Schimmelbeseitigung zur Verfügung.
Unzureichende Wärmedämmung
Unter Anderem kann eine unzureichende Wärmedämmung von Außenwänden kann dazu führen, dass bei niedrigen Außentemperaturen die Oberflächentemperatur der Innenraumseite sinkt. Diese Abkühlung führt zu einer erhöhten Oberflächenfeuchte aufgrund von Kondensation der Raumluftfeuchte. Wie bereits mehrfach beschrieben ist Schimmelbefall an der Innenseite von Außenwänden und -decken ist in erster Linie von deren Oberflächentemperatur und -feuchte abhängig. Diese Größen hängen vom Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Außenwand, dem Wärmeübergangswiderstand (Rsi-Wert) an der Innenseite der Außenwand sowie von der Raumlufttemperatur und -feuchte ab. Ihr Schimmelgutachter in Heilbronn, Stuttgart, Neckarsulm, Möckmühl, Karlsruhe und Mannheim – das Ingenieurbüro Schorndorfer – nimmt sich den Problemen an und findet die Ursache.
Erhöhte Wärmeübergangswiderstände
Meist in den Ecken der Gebäude, wo die Konvektion (Luftströmung) behindert wird, entsteht ein erhöhter Wärmeübergangswiderstand, was dazu führt, dass die warme Raumluft die Ecken des Raumes nicht ausreichend erreichen kann. Besonders bei Außenwandecken führt dies neben der Wärmebrückenwirkung zu einer zusätzlichen Absenkung der Oberflächentemperatur und folglich zu einer erhöhten Oberflächenfeuchte entlang der der Ecke, was widerum Schimmelwachstum begünstigt.
Möbel, Gardinen und andere Gegenstände bieten nur sehr wenig Widerstand für die Feuchte der Raumläuft, so dass sie bis hinter die Möbel an die Wände gelangen kann. Gleichzeitig kommt die Wärme im Raum aufgrund des verringerten konvektiven und strahlungsbedingten Wärmeübergangs nur unzureichend hinter die Einrichtungsgegenstände oder Vorhänge. Diese verursachen deshalb erhöhte Wärmeübergangswiderstände. Das Zusammenwirken der beiden Effekte führt dazu, dass entlang von Wandbereichen mit Möbeln die relative Luftfeuchte an der Wand zusätzlich erhöht wird. Die zusätzlichen Wärmeübergangswiderstände sind vor allem bei unzureichend gedämmten Altbauten problematisch. Die genaue Ursache findet aber Ihr Schimmelgutachter.
Unzureichende oder unsachgemäße Beheizung
Eine erhöhte Raumlufttemperatur bewirkt eine Verringerung des relativen Wassergehalts der Luft bei gleichem absoluten Wassergehalt. Zudem führt die Beheizung des Raumes zu einer Anhebung der Oberflächentemperatur der Innenwände. Beide Effekte können das Schimmelwachstum verringern.
Wenn bestimmte Räume wie beispielsweise Wohnräume oder Abstellräume nicht oder nur wenig beheizt werden, erhöht sich deshalb das Schimmelrisiko. Die abgesenkte Innenraumlufttemperatur sorgt nicht nur für eine erhöhte relative Raumluftfeuchte, sondern auch für niedrigere Oberflächentemperaturen an Wänden und Decken. Im Schlafzimmer wird zusätzlich durch Atmen und Schwitzen, die sogenannte Transpiration Feuchtigkeit freigesetzt. Dies führt zu einer weiteren Erhöhung der Feuchte in der Luft. Folglich steigt bei kühlen Wänden die Möglichkeit der Wasserdampfkondensation merklich an.
Erhöhte Feuchteproduktion im Innenraum
Eine erhöhte Feuchtigkeitsproduktion, welche u.a. durch Kochen, Waschen und andere Aktivitäten entsteht, kann die absolute Luftfeuchtigkeit steigern, was wiederum zu einer höheren Oberflächenfeuchtigkeit führen kann. Für einen durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt beträgt die von den Bewohnern abgegebene Feuchtemenge etwa 6 bis 12 Liter pro Tag. Aber auch hier gibt es Lösungen und Wege den Schimmel dauerhaft aus den Wohnräumen zu entfernen.
Unzureichendes oder unsachgemäßes Lüften
In der Vergangenheit wurde die Effektivität der Lüftung hauptsächlich anhand der sogenannten Luftwechselzahl bewertet. Diese gibt an, wie viel Luftvolumen pro Stunde, bezogen auf das Raumvolumen, durch Außenluft ausgetauscht wird. Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse werden heutzutage zur Berechnung des Luftaustausches bei lüftungstechnischen Einrichtungen nutzer- und flächenbezogene Außenluftvolumenströme verwendet, anstatt der Luftwechselzahl.
Besonders im Winter bei niedrigen Temperaturen zeigt die Außenluft trotz hoher relativer Luftfeuchte (z.B. Regen) nur eine geringe absolute Feuchte auf. Wenn beispielsweise bei einer Außentemperatur von -10 °C gelüftet wird und die kalte Außenluft auf 20 °C im Innenraum erwärmt wird, sinkt die relative Feuchte der Außenluft aufgrund der Erwärmung von anfänglich 80% auf nur noch 9%.
Folglich steht nun eine große Kapazität zur Aufnahme von Feuchtigkeit aus den im Innenraum vorhandenen Materialien zur Verfügung, die dann an die nun trockene Raumluft abgegeben und beim nächsten Lüften nach außen transportiert wird. In der Praxis werden jedoch Luftfeuchtegehalte unter 20% relative Feuchte im Innenraum nur selten erreicht, da feuchtepuffernde Materialien bereits während des Lüftungsvorgangs Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben (Feuchtepufferung durch Desorption).
Oft wird behauptet, dass Wände “atmen” und dadurch ein Luftaustausch stattfindet. In der Realität ist das physikalisch unmöglich, es sei denn, die Wände sind undicht oder haben Risse. Durch intakte Wände kann kein Luftaustausch zwischen Innen- und Außenraum stattfinden. Außerdem ist die Menge an Feuchtigkeit, die durch Dampfdiffusion durch die Wände transportiert wird, im Vergleich zur Menge, die durch Lüftung abtransportiert wird, vernachlässigbar
Feuchtepufferung der Baumaterialien
Innenräume sind in der täglichen Nutzung verschiedenen Mengen an Feuchtigkeit ausgesetzt. Ein merklicher Teil dieser Feuchtigkeit wird von den Baumaterialien absorbiert, eine Zeit lange gespeichert und später wieder abgegeben. Dies nennt man Feuchtepufferung oder Feuchteregulation. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit ansteigt, nimmt das Material Feuchtigkeit auf (Adsorption) und transportiert einen Teil davon durch Diffusion in trockenere Bereiche des Materials. Wenn die Umgebungsfeuchtigkeit abnimmt, gibt das Material Feuchtigkeit an die Luft ab (Desorption). Diesen Effekt spüren wir in unserer täglichen Arbeit als DEKRA-Zertifizierter Schimmelgutachter in Heilbronn, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Marbach, Ludwigsburg, Stuttgart und auch überregional sehr häufig. Nach einer erfolgreichen Schimmelbeseitigung steigt die Feuchtigkeit im Raum erst einmal an, bevor sie endgültig durch Lüftungs- oder Trocknungsmaßnahmen verschwindet.
Die Pufferwirkung der Materialien reduziert sich in der Regel auf wenige Millimeter Tiefe im jeweiligen Bauteil. Die Möblierung (z. B. unbeschichtete Holzmöbel oder Polstermöbel) haben ebenfalls einen merklichen Einfluss auf den Feuchtigkeitsverlauf im Raum.
Feuchte in der Baukonstruktion durch Leckagen und aufsteigende Feuchte
Wo Feuchtigkeit ist, ist meist der Schimmel nicht mehr weit. Feuchte kann auf unterschiedliche Weise in Gebäude eindringen. Ein Weg ist durch Regen, der durch undichte Stellen in den Außenwänden ins Gebäude gelangen kann. Dies kann zu Schäden führen, wie z.B. undichte Fenster oder Dächer. Feuchtigkeit kann auch durch undichte Mauerwerke, Fundamente und Kellerwände ins Gebäude eindringen. Eine weitere Quelle sind Wasserlecks oder Schäden an Heizungsrohren und Armaturen in Badezimmern. Hochwasser kann ebenfalls zu massivem Feuchtigkeitseintritt in Gebäuden führen. Wir finden die Ursachen für den Feuchteintritt in Ihrem Zuhause. Das Ingenieurbüro Schorndorfer ist Ihr vertrauensvoller Partner rund um die Themen Feuchteschäden und Schimmelschäden.
Baufeuchte und Hochwasserschäden
Als Sachverständiger, Schimmelgutachter und Immobilienexperte im Heilbronner Raum und in ganz Baden-Württemberg weiß ich, dass Baufeuchte ein Problem darstellen kann, wenn Gebäude zu früh bezogen oder nicht ausreichend gelüftet werden. Insbesondere Bauteile wie Beton, Estriche und verputzte Wände enthalten oft noch große Mengen Wasser nach ihrer Errichtung. Diese Baufeuchte kann sich negativ auf die Wärmedämmeigenschaften und den Energieverbrauch auswirken. Noch wesentlicher ist jedoch ihr Einfluss auf die Raumluftfeuchte, die durch die Baufeuchte oft deutlich erhöht wird.
Es ist von großer Bedeutung, dass bei Bauarbeiten oder größeren Umbauten eine intensive Lüftung erfolgt, um die Baufeuchte und möglicherweise freigesetzte chemische Stoffe zu minimieren. Es kommt immer häufiger zu Schäden in Gebäuden in Gewässernähe durch Hochwasser. Dies ist auf den Klimawandel und das Fehlen ausreichender natürlicher Rückhalteflächen zurückzuführen. Der Wassereintritt kann nicht nur Schimmelwachstum fördern, sondern auch zu einer mikrobiellen und chemischen Kontamination durch verunreinigtes Wasser führen. Wenn Baufeuchte oder ein vergangenes Hochwasser die Ursache für Ihren Schimmelbefall sind, können wir die Quelle des Problems identifizieren und es langfristig beheben, um Ihre Interessen zu schützen.
Feuchteschäden durch unsachgemäße energetische Modernisierung
In der täglichen Praxis sehen wir immer wieder, dass Schimmel und Feuchteschäden entstehen, obwohl frisch energetisch saniert wurden. Es wird dabei vergessen den Feuchtehaushalt der Raumluft und der Baumaterialien im Blick zu behalten. Eine Wärmedämmung kann durch höhere Temperaturen an der Innenseite der Außenwände und Reduktion von Wärmebrücken das Schimmelwachstum vermindern, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird. Der bloße Austausch von Fenstern ist oft nicht ausreichend, um das Gebäude energetisch zu verbessern, und kann Feuchte- und Schimmelschäden begünstigen. Innendämmungen können ebenfalls zur Erhöhung der Oberflächentemperaturen der Wände beitragen, jedoch können Fehler bei der Ausführung das Risiko für Schimmelwachstum noch erhöhen. Auch unsachgemäß ausgeführte Abdichtungen bei energieeffizienten Gebäuden können Schimmelbefall begünstigen.